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Wo die Könige zu Hause waren

Marokko liefert sich nicht aus, man muss es sich selbst suchen.“ Mit diesem Zitat von Tahar Ben Jelloun – begann meine Reise.

Es ist schon etwas her, dass ich dieses fantastische Land bereist habe. Doch als ich neulich meine Fotos sortierte, hatte ich Lust, dieser Reise einen Post zu widmen.

Die schönen Eindrücke und die berauschenden Farben geben die meisten Fotos nicht so ganz wieder, doch in Erinnerung sind sie dennoch geblieben.
Die Reise führte von Rabat über Meknès, mit einem Zwischenstopp in Mulay Idris, nach Fès und von dort weiter nach Marakkesch.

Meine Wege führten mich fast in jeder Stadt zuerst in die Medina. Die Souks in Marokko sind ein fantastisches Spiegelbild dieses faszinierenden Königreichs. Sie sind die Seele des Landes und das Herz jeder marokkanischen Stadt. Hier kommen  Menschen aller Couleur und jeder sozialer Schicht zusammen. Handwerker, Kaufleute, Reiche und Arme, aber auch Obdachlose, Kinder und Greise mischen und vermischen sich im stetigen Kommen und Gehen. Hier trifft man sich und tauscht Neuigkeiten aus, man hält sich auf dem Laufenden und kommentiert Geschichten aus aller Welt, man kauft ein und kommt, um zu sehen und gesehen zu werden. Ein Paradies für mich und meine Leidenschaft für die orientalische Kultur.

Der Name der Stadt Rabat stammt von der arabischen Bezeichnung ar-Ribāṭ, was „befestigter Ort“ bedeutet. Rabat ist die Hauptstadt Marokkos und liegt am Atlantischen Ozean an der Mündung des Flusses Bou-Regreg. In Rabat befindet sich der Sitz des Ober- und Unterhauses Marokkos, hier ist der Sitz der Regierung und auch der König wohnt hier. Rabat ist auch eine der vier Königsstädte Marokkos, in denen die Sultane und Könige des Landes im Laufe der Jahrhunderte abwechselnd residierten, so dass diese sich zu Großstädten entwickeln konnten.

Meknès, auch eine Königsstadt, liegt am Fuß des Mittleren Atlasgebirges. Meknès ist Provinzhauptstadt und gleichzeitig auch die Hauptstadt der Region Meknès-Tafilalet. Die Entfernung nach Fès beträgt etwa 60 Kilometer, die marokkanische Hauptstadt Rabat befindet sich etwa 150 Kilometer westlich. Durch die Stadt verläuft das Wadi Bou Sekrane.

 

Fès, auch Fez genannt, liegt im nördlichen Teil Marokkos und besitzt eine terrassenförmig angelegte Altstadt. Die Stadt ist eines der bedeutendsten Wirtschaftszentren des Landes. Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen zählt ein breit gefächertes Handwerk, wie die Verarbeitung von Leder, Textilien und Metallwaren, die Färberei und Töpferei sowie die Herstellung von Kunsthandwerk, Teppichen, Schmuck und Parfüm. Darüber hinaus wurde ein reger Handel mit Agrarprodukten aus dem Umland betrieben.

 

Südöstlich von Marrakesch verläuft der Hohe Atlas, das höchste Gebirge in Nordafrika.

Blickt man von der Stadtmitte in diese Richtung, kann man ganzjährig die schneebedeckten Berge dieses Gebirgeszuges sehen. Auch Marrakesch zählt neben Meknès, Fès und Rabat zu den Königsstädten Marokkos. Mittlerweile verbindet eine Autobahn die Städte Agadir, Casablanca und Essaouira mit der sogenannten roten Stadt. Die Stadt hat 1.036.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Marrakesch ist auch eine Oasenstadt mit über 180.000 Palmen und vielen Gärten. Hier gedeihen Orangen, Feigen, Bananenstauden, Olivenbäume und Oleander.

Eigentlich wäre es nach fünf Jahren mal wieder an der Zeit, um in dieses Traumland zu reisen. 2018 wird es nicht mehr klappen, aber Fès wartet auf mich, ich bin ganz sicher.

HUDA ABLAN

Farben

Ich schreibe nicht in Blau
damit das Meer nicht austrocknet
Ich schreibe nicht in Grün
damit der Garten nicht verdorrt
Ich schreibe nicht in Rot
damit kein Blut fließt
Ich schreibe in Schwarz
damit die Nacht vergeht

Holz vor da Hüttn

Mit der Zeit sammelt sich ja so einiges an, im Garten, auf der Terrasse und rund ums Haus. Feuerholz, Klaubholz, Kleinholz, Birkenholz, Lärchenholz, Wurzelholz, Treibholz, die Liste liese sich noch ewig fortsetzen. Für mich ist Holz der schönste Rohstoff, den es gibt und das liegt wahrscheinlich auch daran, dass er Wärme spendet.

Die Fotos zeigen zwar, dass in Haus Nummer 17 noch das ganze Holz vor der Tür bzw. Hüttn liegt – aber lange dauert es nicht mehr, dann muss der Ofen wieder angeheizt werden.

Glücklich, der den Tisch als Holz sehen kann,
den Tisch als Holz fühlen kann – der das Holz des Tisches sieht,
ohne dabei den Tisch zu sehen, und sei es nur für einen Moment im Leben.
Danach wird er «wissen», was ein Tisch ist,
aber er wird sein ganzes Leben lang nicht vergessen,
dass er Holz ist. Und er wird dann den Tisch,
den Tisch als Tisch noch mehr lieben.

fernando pessoa

Rose

Ganz in weiß …

… sollte mein Traumkleid nie sein, für meinen Garten hatte ich mir das jedoch vor Jahren so vorgestellt. Es kam anders und zum kühlen Weiß gesellten sich schnell verschiedenfarbige Blüten.
Auf der Terrasse jedoch ist es mir weitgehend gelungen.

Rose

Lieblingsblume auf der Terrasse

Phlox

Weißer Phlox, der sich ungefragt neben dem Hibiskus breit macht

Hibiskus

Hibiskusblüte im August

Sommerflieder

Schmetterlingsflieder mit Essensgast

Jasmin

Jasmin in zarter Blüte

Malve

Die letzte Malve des Sommers

Seerose im Gartenteich neben der Terrasse

Die weiße Blume

Die weiße Blume
In Vaters Garten heimlich steht
Ein Blümchen traurig und bleich;
Der Winter zieht fort, der Frühling weht,
Bleich Blümchen bleibt immer so bleich.
Die bleiche Blume schaut
Wie eine kranke Braut.
Zu mir bleich Blümchen leise spricht:
Lieb Brüderchen, pflücke mich!
Zu Blümchen sprech ich: Das tu ich nicht,
Ich pflücke nimmermehr dich;
Ich such mit Müh und Not,
Die Blume purpurrot.

Bleich Blümchen spricht: Such hin, such her,
Bis an deinen kühlen Tod,
Du suchst umsonst, findst nimmermehr
Die Blume purpurrot;
Mich aber pflücken tu,
Ich bin so krank wie du.

So lispelt bleich Blümchen, und bittet sehr.
Da zag ich, und pflück es schnell.
Und plötzlich blutet mein Herz nicht mehr,
Mein innres Auge wird hell.
In meine wunde Brust
Kommt stille Engellust.

Heinrich Heine

Drachenkopf

Als der Stress baden ging

Warum das Meer Körper und Seele glücklich machte?

Eigentlich weiß ich die Antwort darauf noch nicht so lange, denn meine Tauchkarriere begann ich erst vor ein paar Jahren. Der Respekt vorm Wasser ist nach wie vor groß und ich war selbst total erstaunt, dass ich zugesagt habe, einen Nachttauchgang mitzumachen.

Die Begegnungen im Dunklen waren unbeschreiblich schön und die Eindrücke fantastisch. Und mit dem besten Tauchlehrer an meiner Seite ging auch die Angst baden.
Sogar eine Spanische Tänzerin zeigte sich mir unmittelbar am Ausstieg, leider gibt es kein Foto von ihr, sie wird mir jedoch auch so immer in Erinnerung bleiben.

Röhrenwurm beim Nachttauchgang

Wunderschöner Federstern

Sternentier beim Nachttauchgang

Exotisches Fächertier

Gorgonenhaupt beim Nachttauchgang

Filigranes Gorgonenhaupt

Was Nachts nicht sichtbar ist, zeigt sich aber bei Tag in den schönsten Farben. Die Korallenvielfalt und der Fischreichtum im Hausriff der Ducks Divers sind einfach nur traumhaft.

Schildkröte

Schildkröte beim morgendlichen Frühstück

Drachenkopf

Furchteinflößender Drachenkopf

Auch auf dem Wasser gab es viel zu sehen. Diese Strandschönheiten habe ich in der Mittagshitze vor die Linse bekommen.

Plattform und Einstieg wurden erneuert…
und die alten Eisenteile erst mal am Strand zwischengelagert.

Eisenteil

Eisen

Diesen waghalsigen Konstruktionen kann man auf dem Weg ins Wasser begegnen.

Am Strand von Mangrove Bay, hier suchte man den Morgentau vergeblich

Zur goldenen Stunde war es am Strand fast am schönsten, wenn man mal davon absieht, dass es bis zum Frühstück noch meist zwei Stunden dauerte.

Es war wieder ein unvergesslicher Urlaub und ein nächstes Mal kommt bestimmt.

Am Meer

Wie ist dir nun,
meine Seele?
Von allen Märkten
des Lebens fern,
darfst du nun ganz
dein selbst genießen.

Keine Frage
von Menschenlippen
fordert Antwort.
Keine Rede
noch Gegenrede
macht dich gemein.
Nur mit Himmel und Erde
hältst du
einsame Zwiesprach.
Und am liebsten
befreist du
dein stilles Glück,
dein stilles Weh
in wortlosen Liedern.

Wie ist dir nun,
meine Seele?
Von allen Märkten
des Lebens fern
darfst du nun ganz
dein selbst genießen.

Christian Morgenstern

Schneegestöber bei Sonnenschein

Schneegestöber

Obwohl uns der Januar zumindest in der zweiten Hälfte nur Sonnenschein und traumhafte Wintertage bescherte, hatte ich heute Lust auf Schneegestöber. Nachdem wir für den Abend dann auch noch eine Einladung bei lieben Freunden in der Tasche hatten und ich mich angeboten hatte, für das Dessert zu sorgen, stand der Lust auf Physalis und Vanille nichts mehr im Weg.

Erst mussten mal gefühlte 500 Physalis aus der Hülle gefieselt werden.

Physalis

Physalis nach der „Ernte“

Dekofrüchte

Ein paar Früchte für die Deko

Fertiges Dessert

…und schon ist angerichtet

physalis-kl12

Geht also schnell, schmeckt gut und macht nicht dick.

Und hier noch was man dazu braucht und wie es gemacht wird.

ZUTATEN

FÜR 4 PORTIONEN
300 ml Schlagsahne
1 Pk. Sahnesteif
300 g Naturjoghurt
1 Vanilleschote
400 g Physalis
60 g Baiser

ZUBEREITUNG

1. Die Schlagsahne mit 1 Pk. Sahnefestiger steif schlagen, das Mark der Vanilleschote unter das Joghurt rühren und die Sahne unterheben.

2. Von den Physalis 8 Stück zur Seite legen. Restliche Früchte aus der Hülle lösen, halbieren, 1/3 davon pürieren und halbierte Früchte untermischen. Baiser grob zerbröseln. Joghurtsahne, Fruchtmasse und Baiser abwechselnd in Gläser schichten. Mit den restlichen Früchten dekorieren.
Vor dem Servieren mind. 60 Min. kalt stellen.

Und übrigens: eine Pflanze – viele Namen

“Die Blasenkirschen (Physalis), auch Judenkirschen genannt, sind eine Gattung aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Die meisten der etwa 90 Arten sind in Amerika beheimatet, während in Europa nur die Lampionblume (Physalis alkekengi) vorkommt. Auffallend sind vor allem die Früchte, die komplett von einem sich vergrößernden, laternenförmigen Blütenkelch umschlossen werden. Einige Arten der Gattung, beispielsweise die oft nur als Physalis bezeichnete Kapstachelbeere, werden als Obst- und Gemüsepflanzen angebaut, andere für Dekorationszwecke genutzt.

Die Verwendung des Namens Physalis ist bereits aus Werken von Dioscurides belegt. Der Begriff leitet sich vom griechischen physa („Blase“) ab. Der Name Judenkirsche leitet sich von der Form des umgebenden Lampions (des Blütenkelchs) ab, der in seiner Form und Farbe den nach diversen Kleiderordnungen für Juden vorgeschriebenen Hüten gleicht, die sich wiederum von der phrygischen Mütze ableiten lassen. Üblich waren diese Hüte seit dem Frühmittelalter.