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Backe, backe Kuchen

Freunde, die liebe Verwandschaft und meine Nachbarn wissen es bereits, dass ich wenn es ums Backen geht, weitgehend unfähig bin.  Aber ich gebe nicht auf und probiere es immer wieder, und inzwischen kann man sagen, dass ich ganz ordentliche Kuchen backe. Keine Torten, keine Rezepte mit Blätterteig oder Strudelteig, aber Rührkuchen wie dieser hier gelingen immer öfter. Was mal wieder beweist: wer kein Talent hat, kann das mit Fleiß kompensieren. Und – Butter, Eier, Mehl und Zucker vereinen sich meist zu einer Köstlichkeit, die zwingend zum Wochenende gehört.

Saftiger Orangenkuchen

2 Bio-Orangen (mittelgroß)
200g Zucker
5 Eier
225 g gemahlene Mandeln

Zum dekorieren:
Puderzucker
Mandeln

Orangen heiß waschen, abtrocknen und mit der Schale in grobe Stücke schneiden.
Ein paar weiße, bittere Häute entfernen damit die Bitterstoffe nicht zu dominant sind.

Danach die Orangenstücke mit 1 EL Wasser in einem kleinen Topf zum Köcheln bringen, und ca. 45 Min. mit geschlossenem Topfdeckel bei kleiner Hitze sanft garen, bis die Orangen weich sind.
Abkühlen lassen und mit einem Pürierstab fein pürieren.

In der Zwischenzeit die Eier trennen, das Eiweiß mit einer Priese Salz steifschlagen, unter Rühren 100 Gramm Zuckers nach und nach reinrieseln lassen.
Die Eigelbe in einer großen Schüssel mit dem restlichen Zucker aufschlagen, und so lange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat (4-5 Min).
Zuerst das Orangenpüree und dann die gemahlenen Mandeln untermischen.

Den Eischnee vorsichtig unter die Teigmasse unterheben, und in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen und glattstreichen.

Im vorgeheizten Ofen bei 180° ca. 45 Min. lang backen. Holzstäbchenprobe machen,
und in der Form abkühlen lassen.

Mandelblättchen und ungeschälte, gehackte Mandeln und in einer beschichteten Pfanne mit 2 EL Honig karamellisieren, den Kuchen mit Puderzucker bestäuben und die Mandeln darüber streuen.

Das Rezept habe ich übrigens in der Küchenschublade meiner Mama gefunden, es scheint schon etwas länger darin zu schlummern.

Und noch was: Ich habe gerade so ein großes Bedürfnis nach Kuchen, ich kann es gar nicht in Torte fassen.

Zitat auf dem Backrezept

 

 

 

Wie die Franzbrötchen in den Süden von Bayern kamen

Wie schon Wikipedia schön formuliert:  „Die Verbreitung beschränkte sich ursprünglich auf die Großregion Hamburg. Seit Anfang des 21. Jahrhunderts sind Franzbrötchen in verschiedenen Varianten auch in anderen Städten Deutschlands dokumentiert.“

Der Ursprung des Franzbrötchens ist bis heute unklar. Man sagt jedoch, dass die Hamburger Bäcker Mitte des 19. Jahrhundert anfingen, nach französischer Art weißes Baguettebrot zu backen, sogenanntes Franzbrot. Einer kam auf die Idee, das Brot in der Pfanne mit Zimt und Zucker zu braten und erfand so das Franzbrötchen. Einer anderen These zufolge ist das Gebäck eine Erfindung einer Bäckerei, die um 1825 in Altona ansässig war – ihr Name: „Franz’scher Bäcker“. Wieder andere vermuten, dass sich die Bäcker von den skandinavischen Zimtschnecken inspirieren ließen.

Doch egal, wer das Franzbrötchen wirklich erfand, es geht hier um ein köstliches und süßes Feingebäck, das mit Zucker und Zimt gefüllt ist.

Als Peter nach seinem letzen Besuch bei seiner Schwester in Eutin von den besten Franzbrötchen geschwärmt hat, die er je gegessen hat, war mein Ehrgeiz angestachelt. Ich bin keine begnadete Bäckerin und mein Respekt vorm Hefeteig war groß. Doch nachdem ich ein paar Rezepte gelesen hatte und einkaufen war, habe ich den Beweis angetreten. Schon der erste Versuch ist gelungen und seitdem ist die Hamburger Köstlichkeit fester Bestandteil unserer Wochenenden in Bayern und sollte eigentlich den Namen „Peterbrot“ bekommen.

Ich habe das „Originalrezept“ leicht verändert und Zimt und Zucker in der Fülle verdoppelt, in Bayern und speziell in Österreich lieben wir es ja immer um eine Spur süßer.

Zutaten für den Teig
300 g Mehl
1 Ei
35 g weiche Butter
35 g Zucker
1 Prise Salz
1/4 Würfel frische Hefe
125 ml warme Milch

Zutaten für die Füllung:
40 g weiche Butter
50 g Zucker
3 TL Zimt

Mehl, Ei, Butter, Zucker und Salz in eine große Rührschüssel geben. Dann die Hefe in einer kleinen Tasse mit Milch übergießen und rühren, bis sie sich aufgelöst hat. Die Hefe-Milchmischung ebenfalls in die Rührschüssel tun und alles mit dem Knethaken zu einem Teig verkneten. Danach den Teig mit einem Küchentuch abdecken und in der warmen Küche ca. eine Stunde gehen lassen. Den Teig aus der Rührschüssel nehmen, auf einem bemehlten Blech nochmals kräftig durchkneten und mit einer Teigrolle zu einem Rechteck ausrollen. Der Teig wird dann mit der weichen Butter bestrichen. Die Zucker-Zimt-Mischung darauf verteilen und den Teig von der schmalen Seite her aufrollen. Die Rolle lässt sich danach noch ein wenig in die Länge ziehen. Um die typische Franzbrötchenform zu erhalten, schneidet man im wechselnden 45°-Winkel acht bis zehn Stück von der Rolle. Ein fertiges Stück sieht wie ein Trapez aus. Die einzelnen Stücke werden auf ein Backblech gelegt und nun mit dem Stil eines Kochlöffels, in der Mitte eingedrückt. Dadurch wölbt sich der Teig an den Schnittkanten leicht nach oben und das Gebäck  bekommt seine typische Form. Bei 180 °C wird es schließlich für 25 Minuten im Ofen gebacken.

 

Gar lieblich dringen aus der Küche,
bis an das Herz die Wohlgerüche.
Hier kann die Zunge fein und scharf
sich nützlich machen und sie darf!
Hier bereitet man die Zaubermittel
in Töpfen, Pfannen oder Kesseln,
um ewig den Gemahl zu fesseln,
von hier aus herrscht
mit schlauem Sinn
die Haus- und Herzenskönigin.
Wilhelm Busch

Wo die Könige zu Hause waren

Marokko liefert sich nicht aus, man muss es sich selbst suchen.“ Mit diesem Zitat von Tahar Ben Jelloun – begann meine Reise.

Es ist schon etwas her, dass ich dieses fantastische Land bereist habe. Doch als ich neulich meine Fotos sortierte, hatte ich Lust, dieser Reise einen Post zu widmen.

Die schönen Eindrücke und die berauschenden Farben geben die meisten Fotos nicht so ganz wieder, doch in Erinnerung sind sie dennoch geblieben.
Die Reise führte von Rabat über Meknès, mit einem Zwischenstopp in Mulay Idris, nach Fès und von dort weiter nach Marakkesch.

Meine Wege führten mich fast in jeder Stadt zuerst in die Medina. Die Souks in Marokko sind ein fantastisches Spiegelbild dieses faszinierenden Königreichs. Sie sind die Seele des Landes und das Herz jeder marokkanischen Stadt. Hier kommen  Menschen aller Couleur und jeder sozialer Schicht zusammen. Handwerker, Kaufleute, Reiche und Arme, aber auch Obdachlose, Kinder und Greise mischen und vermischen sich im stetigen Kommen und Gehen. Hier trifft man sich und tauscht Neuigkeiten aus, man hält sich auf dem Laufenden und kommentiert Geschichten aus aller Welt, man kauft ein und kommt, um zu sehen und gesehen zu werden. Ein Paradies für mich und meine Leidenschaft für die orientalische Kultur.

Der Name der Stadt Rabat stammt von der arabischen Bezeichnung ar-Ribāṭ, was „befestigter Ort“ bedeutet. Rabat ist die Hauptstadt Marokkos und liegt am Atlantischen Ozean an der Mündung des Flusses Bou-Regreg. In Rabat befindet sich der Sitz des Ober- und Unterhauses Marokkos, hier ist der Sitz der Regierung und auch der König wohnt hier. Rabat ist auch eine der vier Königsstädte Marokkos, in denen die Sultane und Könige des Landes im Laufe der Jahrhunderte abwechselnd residierten, so dass diese sich zu Großstädten entwickeln konnten.

Meknès, auch eine Königsstadt, liegt am Fuß des Mittleren Atlasgebirges. Meknès ist Provinzhauptstadt und gleichzeitig auch die Hauptstadt der Region Meknès-Tafilalet. Die Entfernung nach Fès beträgt etwa 60 Kilometer, die marokkanische Hauptstadt Rabat befindet sich etwa 150 Kilometer westlich. Durch die Stadt verläuft das Wadi Bou Sekrane.

 

Fès, auch Fez genannt, liegt im nördlichen Teil Marokkos und besitzt eine terrassenförmig angelegte Altstadt. Die Stadt ist eines der bedeutendsten Wirtschaftszentren des Landes. Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen zählt ein breit gefächertes Handwerk, wie die Verarbeitung von Leder, Textilien und Metallwaren, die Färberei und Töpferei sowie die Herstellung von Kunsthandwerk, Teppichen, Schmuck und Parfüm. Darüber hinaus wurde ein reger Handel mit Agrarprodukten aus dem Umland betrieben.

 

Südöstlich von Marrakesch verläuft der Hohe Atlas, das höchste Gebirge in Nordafrika.

Blickt man von der Stadtmitte in diese Richtung, kann man ganzjährig die schneebedeckten Berge dieses Gebirgeszuges sehen. Auch Marrakesch zählt neben Meknès, Fès und Rabat zu den Königsstädten Marokkos. Mittlerweile verbindet eine Autobahn die Städte Agadir, Casablanca und Essaouira mit der sogenannten roten Stadt. Die Stadt hat 1.036.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Marrakesch ist auch eine Oasenstadt mit über 180.000 Palmen und vielen Gärten. Hier gedeihen Orangen, Feigen, Bananenstauden, Olivenbäume und Oleander.

Eigentlich wäre es nach fünf Jahren mal wieder an der Zeit, um in dieses Traumland zu reisen. 2018 wird es nicht mehr klappen, aber Fès wartet auf mich, ich bin ganz sicher.

HUDA ABLAN

Farben

Ich schreibe nicht in Blau
damit das Meer nicht austrocknet
Ich schreibe nicht in Grün
damit der Garten nicht verdorrt
Ich schreibe nicht in Rot
damit kein Blut fließt
Ich schreibe in Schwarz
damit die Nacht vergeht

Holz vor da Hüttn

Mit der Zeit sammelt sich ja so einiges an, im Garten, auf der Terrasse und rund ums Haus. Feuerholz, Klaubholz, Kleinholz, Birkenholz, Lärchenholz, Wurzelholz, Treibholz, die Liste liese sich noch ewig fortsetzen. Für mich ist Holz der schönste Rohstoff, den es gibt und das liegt wahrscheinlich auch daran, dass er Wärme spendet.

Die Fotos zeigen zwar, dass in Haus Nummer 17 noch das ganze Holz vor der Tür bzw. Hüttn liegt – aber lange dauert es nicht mehr, dann muss der Ofen wieder angeheizt werden.

Glücklich, der den Tisch als Holz sehen kann,
den Tisch als Holz fühlen kann – der das Holz des Tisches sieht,
ohne dabei den Tisch zu sehen, und sei es nur für einen Moment im Leben.
Danach wird er «wissen», was ein Tisch ist,
aber er wird sein ganzes Leben lang nicht vergessen,
dass er Holz ist. Und er wird dann den Tisch,
den Tisch als Tisch noch mehr lieben.

fernando pessoa

Rose

Ganz in weiß …

… sollte mein Traumkleid nie sein, für meinen Garten hatte ich mir das jedoch vor Jahren so vorgestellt. Es kam anders und zum kühlen Weiß gesellten sich schnell verschiedenfarbige Blüten.
Auf der Terrasse jedoch ist es mir weitgehend gelungen.

Rose

Lieblingsblume auf der Terrasse

Phlox

Weißer Phlox, der sich ungefragt neben dem Hibiskus breit macht

Hibiskus

Hibiskusblüte im August

Sommerflieder

Schmetterlingsflieder mit Essensgast

Jasmin

Jasmin in zarter Blüte

Malve

Die letzte Malve des Sommers

Seerose im Gartenteich neben der Terrasse

Die weiße Blume

Die weiße Blume
In Vaters Garten heimlich steht
Ein Blümchen traurig und bleich;
Der Winter zieht fort, der Frühling weht,
Bleich Blümchen bleibt immer so bleich.
Die bleiche Blume schaut
Wie eine kranke Braut.
Zu mir bleich Blümchen leise spricht:
Lieb Brüderchen, pflücke mich!
Zu Blümchen sprech ich: Das tu ich nicht,
Ich pflücke nimmermehr dich;
Ich such mit Müh und Not,
Die Blume purpurrot.

Bleich Blümchen spricht: Such hin, such her,
Bis an deinen kühlen Tod,
Du suchst umsonst, findst nimmermehr
Die Blume purpurrot;
Mich aber pflücken tu,
Ich bin so krank wie du.

So lispelt bleich Blümchen, und bittet sehr.
Da zag ich, und pflück es schnell.
Und plötzlich blutet mein Herz nicht mehr,
Mein innres Auge wird hell.
In meine wunde Brust
Kommt stille Engellust.

Heinrich Heine